Parforcehorncorps-Nidda

 
                                       

Das Parforcehorn ist ein Blechblasinstrument

und direkter Vorläufer des modernen Waldhorn.

Der Einsatz erfolgt vorrangig im jagdlichen Brauchtum zum Blasen von Jagdhornsignalen (es hat seinen Namen von der Parforcejagd). Die große Windung diente dazu, dass der Reiter das Horn über der Schulter tragen konnte, indem er Kopf und Arm hindurchsteckte. So hatte er beide Hände zum Reiten frei. Das ursprüngliche Horn zum jagdlichen Gebrauch hatte nur eine Windung, erst für den Einsatz im Orchester wurde es mehrwindig gebaut.

Die Grundstimmung ist in Es, B oder mit einem Ventil umschaltbar zwischen Es oder B. Durch das Blasen mit Naturtönen können auch Melodien und als charakteristische zweistimmige Tonfolge die sogenannten Hornquinten gespielt werden.

Das Instrument wird mit der rechten Hand gehalten, die linke Hand hat eventuell nur leicht Stützende Funktion. Entgegen der modernen Waldhornhaltung wird die rechte Hand nicht in den Schallbecher eingeführt, das Instrument wird offen gespielt.

Das originale Parforcehorn-Mundstück ist trichterförmig und hat einen extrem schmalen Rand. Dadurch erhält der Bläser einen sehr durchdringenden Ton, der im Wald sehr weit trägt. Damit es laut „schmettert“, wird es möglichst kräftig an die Lippen gedrückt. Beim originalen Gebrauch zur Parforce-Jagd kommt es nicht auf „romantische Klangschönheit“, sondern auf laute Dynamik an. Früher schnitten sich deshalb die Bläser die Lippenhaut auf und ließen sie vernarben. Die so verhärtet Haut verhinderte, dass ein zu starker Druck des Mundstückes die Lippenmuskulatur durchquetschte.

 

 

Künstlerisch wird das Parforcehorn unter anderm in der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber im Jägerchor und in Joseph Haydns Oratorium Die Jahreszeiten imitiert. Die Melodie lässt sich für den Freischütz mit den 6. bis 14. Tönen der Naturtonleiter blasen.

Quelle: www.wikipedia.de

 

 

 

Parforcejagd bedeutet "durch Stärke jagen" bis zur Ermattung des Wilds mit der Hundemeute auf Rotwild, Dammwild und Sauen. Die Parforcejagd wurde im 17. Jahrhundert besonders modern, und dafür entwickelte man auch ein großwindiges Horn, das der Reiter über seine Schulter trägt: Kopf und Arm hinduchgesteckt, beide Hände frei für die Zügelführung.
Der Jägermeister des französischen Königs Ludwig XV. Marquis des Dampierre schuf eine große Zahl von Kompositionen für die Jäger zu Pferd und die adeligen Jagdherren und Gäste, die selbst begeistert ins Horn stießen. Auf ihn führt man sogar das Orchesterhorn zurück.

Nach Deutschland kam das Horn durch den böhmischen Grafen Sporck (1662 - 1738), der diese Musik am französischen Hof kennengelernt hatte. Zunächst war das Parforcehorn nur einwindig, wurde aber dann mehrwindig gebaut für die Einführung im Orchester, da somit das Stopfen leichter möglich ist.

Wie populär das Parforcehornblasen war, zeigt Haydn 1801, als er Jagdsignale in ein Oratorium einbaut. Uns ist vor allem daraus das große Halali geblieben.

Parforce-Hörner in B:
Als allerdings Mitte des 19. Jahrhunderts die Parforcejagd in Deutschland zurückgeht, verliert das entsprechende Instrument an Bedeutung, während es in k.u.k. - Österreich durch Josef Schandl mit seiner Jagdmusik neu belebt wird. In Deutschland kommt das Parforcehorn in Es erst Ende der 20er Jahre durch das Trompetenkorps der Reichswehr zu neuen Ehren, als es bei Reitjagden im vierstimmigen Satz geblasen wird. Ansonsten gerät das Instrument über den 2. Weltkrieg in Vergessenheit und wird erst in den 60er Jahren wieder entdeckt, als französische Bläsergruppen in Deutschland auftreten. Seit dieser Zeit beschäftigt sich auch unsere Firma besonders stark mit der Verfeinerung dieses Instruments.

Quelle: www.parforcehorn.ch

 

 

 

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